Hallo Ihr Lieben…..

Wo fange ich an und wo höre ich auf ???
Ich erzähle Euch jetzt einfach eine Geschichte über mein Lipo-Lymphödem an den Beinen. Den einen oder anderen könnte mein Leidensweg vielleicht interessieren, motivieren oder weiterhelfen. Nun gut. Es begann 1992, als ich mit dem Leistungssport (Marathon und Triathlon) aufhören musste, da ich mir durch meine vielen Sportarten bereits mehrere Bänderrisse zugezogen hatte. Der Arzt sagte, ich solle nur noch kurze Distanzen im Triathlon vollziehen, auf keinen Fall mehr auf die Ironman-Distanz trainieren. 

Unter Tränen musste ich meine Karriere in dieser Sportart – als ich am besten war – einstellen und durfte nur noch zu meinem Vergnügen etwas laufen usw….

Bis ich ca. nach einem halben Jahr bemerkte, dass mein Gewicht anstieg, ich Schmerzen bekam, meine Beine immer schwerer wurden und sich wie Blei anfühlten, ging ich von Arzt zu Arzt. Keiner wusste so genau, was es denn sein könnte. Ich solle doch Diät halten und Sport machen. Da konnte ich nur noch schmunzeln. So musste ich immer wieder erklären, dass ich bis dahin exzessiv Leistungssport betrieben hatte.

Eines Tages fand ich den Weg zu einem Phlebologen (Venenheilkunde). Er sagte, ich müsse in die Klinik nach Hersbruck zu Dr. Schingale, um dort eine Behandlung über mich ergehen zu lassen (es war die Diagnose Lipo-Lymphödem gefallen). Das tat ich auch.

Ich bekam Lymphdrainagen, zusätzlich Kompressionsstrümpfe der Kl. 3, die ich mit 23 Jahren damals gar nicht schick fand, so ein „altmodisches braun“.

Seither sind gut 13 Jahre vergangen, 8 Klinikaufenthalte. Die Beine waren mal besser, mal schlechter. Ich quälte mich Tag ein und Tag aus für nichts und wieder nichts.

Jedesmal, wenn ich aus der Klinik zurück kam, konnte ich zuschauen, wie die Beine immer wieder dicker wurden und schließlich denselben Umfang wie vor dem Aufenthalt hatten.

Ich hatte wirklich alles versucht: Joggen, Biken, Treppensteigen, Fitness-Studio und, und, und …, bis ich im Jahre 2004 das Nordic Walking für mich entdeckte. Ich sagte mir, ein Versuch ist es mir noch wert. Es muss doch zu machen sein.

Der Erfolg ließ auf sich warten, doch „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Nach dem letzten Aufenthalt in der „Eggbergklinik in Bad Säckingen“ konnte ich den Erfolg halten und sogar verbessern (siehe Bilder Oktober 1993 und September 2006). Ich bin mir sicher, dass dies der richtige Weg ist, um die Krankheit einigermaßen in den Griff zu bekommen. Ich kann es Euch empfehlen. Es funktioniert allerdings nur, wenn Ihr viel Disziplin, Ehrgeiz, ein hohes Maß an Selbstmotivation und viel Geduld mitbringt.

Denn sonst wird es nicht funktionieren!

          

Das seelische Wohlbefinden spielt auch hier eine sehr große Rolle. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Es gibt Höhen und Tiefen, die man bewältigen muss, um ans Ziel zu kommen.

Es gibt keine Diät, sondern nur regelmäßig Nordic Walking mit Kompressionsstrümpfen und Langzugbandagen. Das kann für einige von Euch der Schlüssel zu einer langfristig positiven Veränderung sein.

 

© 2016 WOB UG. All Rights Reserved. Designed By Bernd Wolfrum
Diese Website verwendet Cookies zur Analyse von Websitezugriffen/Marketingmaßnahmen. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Informationen zu Cookies und Ihre Widerspruchsmöglichkeit finden Sie durch Drücken des Buttons 'Weitere Informationen'.
Weitere Informationen Ok